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Adler Stadtwerke Kitzbühel

Rob Daum in Antrittsinterview: „Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mich freue!“

Nach sechs Jahren in Linz und fünf Jahren in Villach ist Rob Daum zurück hinter der österreichischen Eishockeybande. Der 67-jährige heuerte als Headcoach bei den Adlern Kitzbühel an und stand gleich für ein Antrittsinterview parat:


Was hat Sie überzeugt und was war der entscheidende Faktor, der Sie dazu gebracht hat, zu dieser Aufgabe Ja zu sagen?

Rob Daum: Ich habe hier eine wettbewerbsfähige Mannschaft und eine Organisation kennengelernt, die alles daransetzt, das Team bestmöglich zu unterstützen und erfolgreich zu machen. Kitzbühel ist zudem ein großartiger Ort zum Leben, was meine Entscheidung zusätzlich bestärkt hat.
 
Sie steigen zu einem sehr herausfordernden Zeitpunkt der Saison ein. Wie groß ist ihre Vorfreude, wieder hinter der Bande zu stehen, und wie möchten sie sofort Einfluss auf die Mannschaft nehmen?

Rob Daum: Es ist nie einfach, ein Team mitten im Jahr zu übernehmen. Ich habe das in meiner Karriere bereits viermal erlebt und bringe daher entsprechende Erfahrung mit, die mir hilft. Zum Glück haben wir in den kommenden zwei Wochen viel Trainingszeit, um meinen Plan Schritt für Schritt umzusetzen. Wichtig ist dabei, geduldig zu bleiben und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
 
Sie haben in der NHL gecoacht, viele Jahre in der ICE-Hockey League gearbeitet und mit Linz eine Meisterschaft gewonnen. Wie fühlt es sich an, wieder als Trainer tätig zu sein, und haben sie das Coaching in den vergangenen zwei Jahren vermisst?

Rob Daum: Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mich über diese Möglichkeit freue. Coaching war mein ganzes Leben lang meine Leidenschaft und ist es immer noch. Ich hatte das große Glück, diese Leidenschaft nun schon seit 40 Jahren ausleben zu dürfen, und ich bin noch nicht tot (lacht).
In den letzten zwei Jahren habe ich es sehr vermisst. Es hat mir gefehlt, mit Spielern zu arbeiten, ihnen bei ihrer Entwicklung zu helfen, sowohl sportlich als auch persönlich. Vor allem habe ich vermisst zu sehen, wie einzelne Persönlichkeiten zusammenwachsen und als Team gemeinsam Erfolg haben wollen.
 
Was sind ihre wichtigsten Ziele für den restlichen Verlauf dieser Saison und wie passen sie zur langfristigen Vision für die Mannschaft?

Rob Daum: Meine langfristige Vision für die Mannschaft ist es, jeden einzelnen Spieler besser zu machen und eine klare Struktur zu schaffen, in der jeder seinen Beitrag zum Teamerfolg leistet. Natürlich wollen wir aus sportlicher Sicht die Playoffs erreichen und dort erfolgreich sein.
 
Was können die Fans in Kitzbühel von ihrem Stil als Trainer erwarten in Bezug auf Spielstil, Intensität und Mentalität?

Rob Daum: Ich bin ein offensiv orientierter Trainer, daher werden wir einen aggressiven Spielstil verfolgen und versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Wir wollen hart spielen und konkurrenzfähig auftreten. Gleichzeitig erwarte ich, dass meine Mannschaft intelligent spielt. Es wird ein klares System geben, aber auch die Flexibilität, Anpassungen vorzunehmen, wenn es notwendig ist.

Wir wollen als Team auftreten: uns gegenseitig unterstützen, nichts Egoistisches tun, das der Mannschaft schadet, und füreinander einstehen – mit einer echten „Wolfpack“-Mentalität. Unser Ziel ist es, uns nicht selbst zu schlagen. Wir stehen gemeinsam im Kampf. Nicht zuletzt, vielleicht sogar am wichtigsten, sollen die Spieler Spaß haben. Hockey ist ein Spiel und soll auch Freude machen.

Vor jedem Spiel werde ich der Mannschaft Folgendes mitgeben: Spielt hart – das ist die Verantwortung jedes Einzelnen. Spielt smart – das ist unsere gemeinsame Verantwortung. Ich bereite den Plan vor, die Spieler setzen ihn um. Spielt als Team. Und habt Spaß.

www.dieadler.at, www.sport-bilder.at
 

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