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Österreichische Beteiligung bei Olympia: Julia Kainberger pfeift in Mailand!

Auch wenn Österreichs Frauen-Nationalteam die Qualifikation verpasst hat, ist das rot-weiß-rote Eishockey beim olympischen Frauen-Turnier 2026 in Mailand vertreten: Julia Kainberger wurde als eine von zwölf Hauptschiedsrichterinnen nominiert – und ist dabei die einzige Referee außerhalb der großen Eishockey-Nationen.

„Die Vorfreude ist riesig“, sagte die 31-jährige Salzburgerin, die bereits bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking als Linienrichterin im Einsatz war gegenüber „Laola1„.

Die ehemalige Nationalteam-Spielerin und mehrfache WM-Teilnehmerin hat sich über Jahre hinweg in den Kreis der internationalen Top-Schiedsrichterinnen gearbeitet. „Wir haben uns die letzten vier Jahre vorbereitet. Man ist in einem Zyklus, dann bleiben zwölf übrig, die die Ehre haben“, erklärte die AHS-Lehrerin aus Zell am See, die sich für Olympia vom Schuldienst freistellen ließ.

Nach dem Karriereende als Spielerin wechselte Kainberger ungeplant ins Schiedsrichterwesen, pfiff zunächst Männer- und später auch Frauen-Spiele. „Es ist nur ein bisschen eine Umstellung von den Spielzügen und unseren Positionen“, sagte sie über den Wechsel zwischen den Ligen.

Kainberger setzte in den vergangenen Jahren mehrere Meilensteine: Ende 2023 leitete sie als erste Frau ein Spiel der ICE Hockey League, kurz darauf auch als erste Hauptschiedsrichterin ein Match in der Champions Hockey League. International war sie unter anderem bei WM-Endspielen, Halbfinals sowie in Nordamerika und Schweden im Einsatz. Nun folgt mit Olympia der nächste Höhepunkt:
„Es ist das Höchste, was ein Sportler erreichen kann – bei uns Schiedsrichtern ist das genauso. Da zieht es einem die Gänsehaut auf.“

In Mailand trifft die Salzburgerin auf Kolleginnen aus Kanada, den USA, Finnland, Schweden und Tschechien. Im Vorfeld absolvierte das gesamte Schiedsrichterinnen-Team bereits ein gemeinsames Camp. „Wir haben uns die Wege vor Ort angeschaut, das Video-System, die Eishallen“, berichtete sie.

Stolz zeigte sich Kainberger auch mit Blick auf Österreich: „Ich darf mein Land vertreten und zeigen, dass wir in Österreich Potenzial hätten, wenn es die richtigen Förderungen gibt.“ Besonders wichtig sei der Nachwuchs: „Ohne Nachwuchs gibt es auch keine Schiris – es ist ein Rad, das sich dreht.“

Bild: ICEHL

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